In 3 Tagen durch das Neuseeländische Fjordland – Keppler Track

Nach Queenstown haben wir uns von Fredo und Kaya getrennt. Für die Beiden ging es die Westküste hoch und für Sascha und mich weiter Richtung Süden. Das Wetter war nicht gerade auf unserer Seite. Es regnete regelmäßig, oft unaufhörlich und extrem stark. Die Region in welcher wir uns befanden, das Fjordland ist für dieses Wetter bekannt. Es ist eine der niederschlagsreichsten Regionen der Welt und zusätzlich setzte auch noch gerade der Winter ein. Wir hatten Glück und die Wettervorhersage sagte zwei beinah regenfreie, teils sogar sonnige Tage voraus. Gleichzeitig endete mit Einbruch des Winters die Great Walk Season. Außerhalb der Saison sind die Great Walks, die als am schönsten geltenden Wanderwege, Neuseelands für jedermann ohne Voranmeldung zu laufen. Die Hütten müssen nicht mehr reserviert werden und kosten nur noch 15 anstelle von 54 Neuseeland Dollar pro Übernachtung. Das Department of Conservation stellt außerhalb der Saison die Wartung und Pflege des Weges ein. Es gibt keine Ranger, kein Gas auf den Hütten und einzelnen Brücken werden entfernt, um sie vor Lawinen und starken Schneefällen zu schützen. Der Andrang von Menschen, welche es wagen im Winter den Track zu laufen ist zu gering. Fällt richtig Schnee im alpinen Bereich des Tracks kann es lebensgefährlich werden. Wir haben den Track ganz entspannt, wie vorgeschrieben mit glorreichen 3 Übernachtungen absolviert. 😀 An keinem Tag hatten wir viel mehr als 16km zu laufen. Es war schon fast wie in einem Ferienlager, weil man jeden Abend mit den gleichen Leuten relativ lange in der Hütte am Ofen saß, weil man aufgrund der kurzen Laufzeit abends so viel Zeit hatte. Es regnete zwar ab und an, aber immer wenn es aufklarte wurden wir mit wundervollen Regenbögen belohnt. Die ersten 10km ging es durch beeindruckenden Wald. Die erste Übernachtung erwartete uns auf ungefähr 1200m.

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In den Neuseeländischen Alpen lebt der einzige alpine Papagei der Welt. Der Kea ist bekannt für seine ausgeklügelten Fähigkeiten bei der Nahrungssuche. Er ist extrem zutraulich und frech. Er öffnet Reißverschlüsse um Essbares zu finden, Wertgegenstände zum spielen zu klauen, knabbert Dichtungen aus Autotüren und rutscht zum Spaß auf dem Bauch liegend schneebedeckte Hänge hinab. Ist ein Trupp Keas in der Nähe kündigt er sich mit schrillen Schreien an. Am zweiten Tag konnten wir für eine ganz kurze Zeit auf ca. 2000m Höhe 4 Vögel auf größerer Distanz ausmachen. Ich war schon ganz enttäuscht, dass sie so schnell wieder weg waren wie sie gekommen sind. Zu dem Zeitpunkt hatten wir wegen des schlechten Wetters nur knapp 2m Sichtweite, da wir uns in eiskalten Wolken Haufen befanden. Von der eigentlich guten Aussicht war leider nicht viel zu sehen. Man musste sich anstrengen den Weg nicht zu verfehlen. Ab und an vertrieb der Wind der Wolken und ermöglichte uns einen großartigen Blick über die Gipfel und fjordähnlichen Seen am Fuße der Berge.

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Die zweite Übernachtung verbrachten wir auf einer noch etwas tiefer gelegenen Hütte mitten im Wald.

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Am nächsten Morgen wurden wir kurz nach Sonnenaufgang von unaufhörlichem Geklapper auf dem Dach geweckt. 3 Keas haben sich einen Spaß gemacht, sind immer wieder auf dem Blech Dach auf und ab gelaufen und haben mit ihren Schnäbeln die Regenrinne zum Klingen gebracht. Völlig zahm und neugierig luken sie vom Dach auf uns herunter, laufen und fliegen einem hinterher, versuchen Aufmerksamkeit zu gewinnen und knabbern an der GoPro. Im Laufe des Morgens hatten sich fast 10 Keas versammelt und machten um die Hütte herum Radau.

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Die letzten Kilometer führten durch einzigartigen Wald und brachten am Ende mit dem Drehort der Toten Sümpfe aus Herr der Ringe sogar noch ein kleines Highlight.

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