Von Christchurch die Westküste runter nach Queenstown

Nachdem Franzi und ich nach einigen Wochen hitchhiken in Christchurch angekommen waren war die Wiedersehensfreude erstmal groß. Es gab so viel zu erzählen nach 3 Wochen. Nun galt es die gesamte weitere Zeit in Neuseeland wenigstens grob zu planen. Das Problem war, dass Schmidti und Sascha mit ihrem Nissan Caravan nicht mehr ohne recht kostenintensive Reparaturen durch den TÜV kamen. Nach ein paar Tagen in Christchurch ist Schmidti mit dem Auto zurück auf die Nordinsel gefahren um es dort zu verkaufen und noch einen Monat zu arbeiten. Sascha, Franzi und ich mussten uns nun entscheiden wie wir weiter verfahren. Trampen kann zu dritt auf Dauer echt umständlich sein. Deswegen haben wir nach einer sehr lustigen Testfahrt und der Absegnung des Zustandes durch unseren Maschinenbau Techniker Kevin kurzer Hand zu dritt ein Auto für 1000$ gekauft. Der kleinste noch uneingeschränkt fahrbare Untersatz den wir finden konnten. 😀 Ein 1997er Ford Festiva. Alles was er können musste war uns für den letzten Monat ohne auseinanderzufallen durch Neuseeland zu kutschieren. Selbst, wenn wir es im Anschluss nicht mehr Schaffen ihn für genug zu verkaufen kommen wir billiger weg als, wenn wir uns für die Zeit ein Auto gemietet hätten. Über den Arthur’s Pass ging es zusammen mit Kevin über die neuseeländischen Alpen an die Westcoast Neuseelands. An der gesamten Küste verläuft nur ein Highway von Nord nach Süd. Von Westport über Greymouth und Hokitika über die beiden großen Seen Wanaka Lake and Lake Hawea nach Wanaka.

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Die Westküste der Südinsel ist umschlossen von den Southern Alps Neuseelands und die am dünnsten besiedelte Region Neuseelands. Neuseeland ist so oder so schon extrem dünn besiedelt. Hier leben allerdings nur noch ca. 1,3 Menschen pro km². Zum Vergleich in Magdeburg: 1151 Einwohner je km². Zusätzlich sorgen die Alpen auch noch dafür, dass es sich um eine der regenreichsten Regionen der Welt handelt. Komischerweise hatten wir die gesamte Zeit über wunderbares Wetter! Südlich von Westport findet man die Pancake Rocks. Einzigartige durch die Brandung geformte Kalksteinformationen. Eine der Touristenattraktionen Neuseelands schlechthin. Der Ansturm von Touristen ist einfach unglaublich. Gefühlt alle 5 Minuten kommt ein neuer Reisebus an und entlässt 30 bis 40 asiatische Touristen. Jeder Einzelne ausgerüstet mit einem mindestens einen Meter langen Objektiv und einem iPhone der neusten Generation.

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Südlich von Hokitika befinden sich zwei der am einfachsten zugänglichen Gletscher der Welt. Man kann beinah bis vor die Gletscher fahren. Je nach aktuellem Zustand kann man zwischen einer halben und 2 Stunden bis auf wenige Meter an die Gletscher heran laufen. Hierbei galt es stets zu beachten, dass die Gletscher stets in Bewegung sind und das Wetter in der Region sehr wechselhaft ist. Die Täler links und rechts vom provisorischen Weg können sich sehr schnell in reißende Flüsse verwandeln, nur, weil sich die Temperatur unerwartet schnell geändert hat. Jederzeit besteht die Gefahr einer Instabilität durch Schmelzwasser und Geröllrutsche. Bereits eine halbe Stunde vor dem Gletscher spürt man die Kälte. Beide Gletscher sind derzeit über 2,5 km kürzer als zu Beginn des letzten Jahrhunderts.

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An den Franz Josef Gletscher konnten wir bis auf 500m herangehen. Am Fox Glacier mussten wir uns mit fast 1,5km Entfernung zufriedengeben. Infolge dessen wirkte er nicht ansatzweise so beeindruckend. Ziemlich interessant waren auch die durch das Schmelzwasser geformten Felswände des Gletschertales, welches durchlaufen werden muss um näher an das Eis zu kommen.

Nach zwei Nächten im Hostel in Fox Glacier ging es weiter Richtung Süden. Wir machten noch halt in Bruce’s Bay.

Es soll vorkommen, dass man hier Blue und Greenstone finden kann. Hierbei handelt es sich um blaue und grüne Jade, wie sie nur an der neuseeländischen Westküste gefunden werden kann. Die Maori verehren den Greenstone seit Jahrhunderten als Schatz und Werkstoff aus dem alle nur erdenklichen Werkzeuge, Waffen und Schmückstücke hergestellt werden können. Es soll noch sehr gut möglich sein Jade in den Flussläufen der Region zu finden. Allerdings haben die hiesiegen Maori Stämme alleiniges Anrecht auf den Besitz der dort auffindbaren Greenstones. Man müsse damit rechnen erschossen zu werden, wenn man Greenstone aus diesen Gebieten entwendet. Nur in den Flussmündungen und am Meer selbst ist es für jedermann erlaubt nach Greenstone zu suchen. Uns war es leider nicht vergönnt welchen zu finden. Aufgrund des für uns an der Westcoast erstmalig miesen Wetters und den zahlreichen Sandflys haben wir allerdings auch keine allzu großen Anstrengungen aufgebracht, welche zu finden. Nach einem unglaublich deliziösen Mal im Regen bestehend aus Nudeln und Soße ging es weiter. Uns erwarteten die beiden großen Seen vor Wanaka. Über fast 60km vor Wanaka führt der Highway entlang dieser beiden Seen.

Wanaka entpuppte sich als wirklich schöne und gleichzeitig sehr teure Stadt in unglaublicher Szenerie. Wir sind zwei Tage geblieben und waren sogar mal wieder im Kino. Der Wanaka Tree: Der angeblich meistfotografierte Baum der Welt. Ich konnte meinen Augen nicht trauen als ich sah, dass tatsächlich circa 30 Asiaten mit der teuersten Foto Ausrüstung überhaupt versammelt am Ufer standen und diesen einen Baum fotografierten.

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2 Gedanken zu “Von Christchurch die Westküste runter nach Queenstown

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