Buckelwale – Whale Watching in Kaikoura

An unserem ersten endlich wieder freien Wochenende, sind Sascha, Kevin, Noa und ich, wie schon zuvor berichtet nach Kaikoura gefahren. Die kleine Stadt südlich von Blenheim ist neuseelandweit für sein vielfältiges und gut zugängliches Meeresleben bekannt. Die Wale zieht es nach Kaikoura, weil es hier eine ungewöhnliche Unterwasserlandschaft gibt. Der Festlandsockel fällt schnell in eine Reihe von extrem steilen Unterwasser Schluchten ab. Hinzu kommt, dass hier eine warme Strömung aus dem Norden auf eine kalte Strömung aus dem Süden trifft. Dadurch werden Nährstoffe aus den Tiefen des Ozeans nach oben geschwemmt. Dieser Umstand kommt allen Arten von Meeresbewohnern, von Plankton und Krill bis zu Delfinen und Walen, zu Gute. Das ganze Jahr über ist es hier möglich die größten Zahnwale zu beobachten. Die Wahrscheinlichkeit hier Pottwale zu sichten ist so hoch, dass der Whale Watching Veranstalter beinah den gesamten Preis der Ausfahrt zurückzahlt oder eine neue Fahrt am nächsten Tag anbietet für den Fall, dass man keine Wale sichten sollte. Wir machten es uns am Abend der Ankunft auf einem Freecampsite etwas außerhalb des Ortes gemütlich, genossen den gratis Wein, den Noa und Laura von ihrem Arbeitgeber jede Woche zur Verfügung gestellt bekommen haben und machten uns am nächsten Tag auf den Weg nach Kaikoura. Die geplante Fahrt zu den Walen haben wir am nächsten Tag aufgrund der unruhigen See allerdings auf den Morgen des nächsten und letzten Tages verschoben und den Tag damit verbracht durch die Läden Kaikouras zu schlendern und etwas die Küste zu erkunden.


Am nächsten Tag erwartete uns morgens um 8 die Ausfahrt mit einem kleinen, schnellen Katamaran hinaus zu den Walen. Unsere Fahrt war eine der ersten des Tages, dh. die Wale wurden noch nicht einige Stunden zuvor lokalisiert. Als erstes ging es einige Meilen hinaus in die Region in der die Wale für gewöhnlich ihr Unwesen treiben. Die Wale können immer nur genau dann gesichtet werden, wenn sie zum Luftholen an die Oberfläche kommen. Für gewöhnlich liegt die Tauchzeit der Pottwale in Kaikoura zwischen 40 und 60 Minuten. Geortet werden die Wale anhand, der Schallwellen die sie zur Orientierung und Ortung ihrer Beute im Wasser aussenden. Alle 10 bis 15min stoppt das Boot und ein Crew Mitglied versucht anhand der für die Tierwelt extrem lauten Klicks des Wales den Pottwal zu orten. Das gesamte Boot steht unter Spannung auf den Wal, welcher jede Sekunde irgendwo um das Boot herum auftauchen kann. Nachdem der erste Wal nach nur 15 min auf dem Wasser direkt wieder abgetaucht ist dauert es einige Zeit bis der nächste zum Vorschein kam. In der Zwischenzeit wurde jede Möwe, jede Robbe und jeder Albatross regelrecht attackiert von den 30 Kameras auf dem Boot. Zeigte sich auch nur die kleinste Bewegung oder die unspektakulärste Möwe wurde sie direkt von allen Seiten, aus allen Perspektiven und mit allen Kameramodellen, die das Boot zu bieten hatte abgelichtet.

 


Nach längerem Warten zeigte sich dann endlich der lang ersehnte Wal an der Oberfläche. Von einer Sekunde auf die andere lag er regelrecht entspannt an der Wasseroberfläche.

 

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Nach der Besichtigung eines Jungrobben Pools auf dem Weg zurück Richtung Blenheim hieß es für Noa, Laura und mich zurück zutrampen. Noa und Laura arbeiteten weiter und ich traf mich auf unserem alten Campingplatz wieder mit Franzi und Toni um im Anschluss mit Franzi Richtung Abel Tasman National Park zu trampen.

 

 

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