Tongariro National Park – am Fuße des Schicksalsberges in MORDOR

Heyho,

ich habe mich jetzt endlich mal wieder hingesetzt um über die Ereignisse der letzten Zeit zu schreiben. Wenn auch etwas sehr verspätet wünsche ich euch allen ein frohes neues Jahr vom anderen Ende der Welt 😀 Mittlerweile hat es Schmidti, Sascha, Kevin und mich bis nach Gisborne verschlagen. Und langsam hat der Sommer auch so richtig Neuseeland erreicht. Zwar haben wir nur um die 30 grad, aber die Sonne knallt einfach nur immens vom Himmel. Ich, mit meinem tiefschwarzen Teint muss zum Glück nicht allzu sehr darauf achten mir alles zu verbrennen. 😀 In Gisborne sind wir für dieses Wetter auch goldrichtig, da die Stadt direkt am Pazifik liegt 😀 Das Wasser ist zwar immer noch recht kühl, aber das kommt einem beim aktuellen Wetter auch echt gelegen!

Bis zum 12. September ging es die Westküste der Nordinsel von Napier/Hastings runter Richtung Wellington, da uns das ACDC Konzert im Westpac Stadium erwartete. Im Anschluss sind wir bis kurz vor Weihnachten wieder entlang der Ostküste Richtung Norden gefahren. Noch immer auf der Suche der Suche nach dem perfekten Platz für Weihnachten. Sowohl die Strände auf der Ost- als auch die auf der Westseite der Insel sind endlos, wunderschön, aber eben teilweise auch extrem windig. Für Weihnachten haben wir dann letztendlich den Kaitoke Regional Park gewählt. Dort gibt es einen schönen vom Department of Conservation betriebenen Campingplatz ca. 45min nördlich von Wellington. Direkt in der Region in welcher Teile Rivendells bzw. Bruchtals aus den Herr der Ringe Filmen gedreht wurden. Wir haben uns hier mit mehreren Leuten getroffen die wir vom Arbeiten in Te Puke her kannten oder mit denen wir vorher einige Zeit zusammen herum gereist sind. Es war schon etwas ungewohnt Weihnachten zu grillen, sich in die Sonne legen zu können, im Fluss zu baden und vor Allem das erste Mal Weihnachten ohne die Familie zu feiern, aber eine interessante Erfahrung war es allemal! Am sinnvollsten und sprit- sparendsten wäre es jetzt natürlich gewesen, wenn wir direkt in Wellington auf die Südinsel übergesetzt wären, aaber wir hatten natürlich noch nicht die gesamte Nordinsel gesehen 😀 Im Zentrum, südlich vom großen Lake Taupo wartete noch der Tongariro National Park (MORDOR) auf uns. Als eine von nur 23 Stätten auf der gesamten Welt gehört der Park sowohl zum UNESCO Weltkultur als auch zum UNESCO Weltnaturerbe.

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Der Park ist der viert älteste Nationalpark der Welt und bietet eine Vulkanlandschaft wie man sie sich vorstellt. Er umfasst die drei aktiven Vulkane; Tongariro, Ngauruhoe (Schicksalsberg) und Ruapehu. Für den Einstieg sind wir ersteinmal mit Schmidti, Sascha, Noa, Laura, Tobi und Kevin auf den Round the Mountain Track. 😀 Wie der Name schon erahnen lässt, ein Weg um den größten der drei Krater Berge, den Ruapehu. Ganze 5 Tage dauerte es bis wir die letzte Hut und das auf der anderen Seite des Parks geparkte Auto erreichten. Besonders der erste Tag war ziemlich heftig, da wir die erste Hut übersprangen und uns halb drei noch auf den mit 6h ausgeschilderten Weg bis zur zweiten Hut begaben haben. Bis endlich alle an der Hut (im Dunkeln!) eingetroffen waren, liefen wir fast 12 Stunden mit fast 20kg auf dem Rücken über Stock und Stein und hoch und runter. 😀

Am zweiten Tag erwartete uns dann allerdings extremstes Unwetter mit sehr starkem Regen, welches es uns unmöglich machte weiterzulaufen, da zum Einen der Wind auf der Höhe sehr stark ist und sich zum Anderen alle Wege in reißende Bäche und alle ehemaligen Bäche in reißende Ströme verwandeln. Auf dem Weg war es allerdings nötig mehrere Bäche zu überqueren. Unsere Beine haben es uns gedankt 😉 Dafür gestalteten sich die anderen Tagesetappen sehr angenehm mit nur 5,5 bis 6h Weg bis zur nächsten Hut. Am allerletzten Tag ging es sogar auch nur noch ganze 2h bis zum Auto. 😀 Der Round the Mountain Track bietet einem eine beeindruckende Wanderung durch eine beinahe menschenleere, filmreife Vulkanlandschaft.

Da fragt sich bestimmt so manch einer: „Worin liegt denn bitte der Reiz 5 Tage lang mehrere Stunden lang die karges Bergland zu laufen?“ 😀 Es ist einfach ein tolles Gefühl seine Grenzen auszutesten und gleichzeitig an Orte zu gelangen, die für gewöhnlich menschenleer sind. Selten kamen uns an einem Tag mehr als 2 Gruppen aus 2 bis 3 Leuten entgegen. Bei jedem Aufstieg ist man gespannt auf den Blick vom Gipfel und je höher man kommt desto beeindruckender erscheint einem die Landschaft. Man bekommt nahezu ein Gefühl davon, wie unbedeutend die eigene Existenz ist und richtigen Respekt vor den Kräften der Natur. Die Vulkane sind schließlich auch alle noch aktiv. Der letzte Ausbruch auf dem Tongariro Plateau ereignete sich erst 2012.

Nach zwei entspannten Tagen erwartete uns das Tongariro Crossing. Der Greatwalk wegen dem alle Touristen in den Tongariro National Park kommen. Es handelt sich um eine Tageswanderung über 19,4km durch das Tongariro Vulkan Plateau. Vorbei an grell bunten Kraterseen, tiefgelbem bis dunkelrotem Vulkangestein, latentem Schwefelgeruch in der Luft, aufsteigenden Schwefelgasen und Wasserdampf und Flüssen mit stinkendem schwarzen Wasser. Der Boden ist bedeckt mit Asche, Geröll und tiefschwarzem Vulkangestein, welches die Bewegung der Lava bevor sie erhärtet ist erahnen lässt.

Dazu kommt ein Blick über einen Großteil der Nordinsel einschließlich Lake Taupo. Der Weg an sich ist schon echt beeindruckend, aber wirklich gnadenlos überlaufen. Das Gefühl bis auf die anderen mit denen man unterwegs ist den Weg zu laufen hat man hier nicht wirklich, eher muss man stets darauf achten nicht irgend jemanden umzulaufen bzw. umgelaufen zu werden. In der Hochsaison sollen täglich mehr als 700 Leute auf dem Weg unterwegs sein.

Hier im Anschluss noch ein paar Bilder. Ich komme gar nicht dazu alles hochzuladen, da ich sehr selten ausgiebig Wlan zur Verfügung habe. Bei der nächsten Gelegenheit werde ich einfach noch alle Bilder die ich so habe in einen Beitrag packen und beinah unkommentiert lassen 😀

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