Neues Auto und Seebären am Cape Palliser! – 6. Dezember bis 15. Dezember

Heyho! Wir sind gerade zu viert mit nun zwei Autos auf dem Weg Richtung Norden auf der Suche nach dem perfekten Platz für Weihnachten. Mit zwei Autos, da sich Tim und Fredo einen Nissan Caravan zugelegt haben. Der ursprüngliche Plan war sich einfach nur einen Baum zu fällen und mit allen entspannten Leuten, die wir bisher so getroffen haben oder mit denen wir gearbeitet haben am Strand zu grillen und den Abend in vollen Atemzügen zu genießen. Einen geeigneten Platz zu finden stellt sich, allerdings doch schwieriger heraus als anfangs gedacht. Man darf zwar beinah überall am Strand campen und findet sogar regelmäßig Stellen an denen sogar öffentliche Toiletten oder BBQ Platten zur kostenlosen Nutzung zur Verfügung stehen, aber das Hauptproblem liegt im Wind. Abends wird es am großen Wasser logischerweise auch stets windig. Das lässt sich aushalten, aber es geht auf jeden Fall angenehmer. Zwar kann man sich zwischen die zahlreichen Sanddünen setzen, aber nach drei Tagen im Sand wird einen der Sand im Rucksack und in den Klamotten wahrscheinlich noch bis zurück nach Deutschland begleiten. Wir haben auf jeden Fall noch ein paar Tage, und wenn nicht muss es auch nicht direkt am Meer sein. 🙂

Nachdem wir nun zwei Monate gearbeitet haben ging es für uns direkt erstmal wieder ins Auto weit weg von Te Puke mitsamt seiner Kiwi Plantagen, entlang der Ostküste der Nordinsel Richtung Süden. Einziger Termin: das ACDC Konzert in Wellington am 12. Dezember!

 

Erster Stopp: Die Huka Falls und die Aratatia Dam and Rapids in Taupo. Die nächsten zwei Nächte haben wir uns erstmal von den letzten zwei Monaten „erholt“ und unsere Zeit auf einem kostenlosen Campingplatz in Taupo genossen. Als nächster stand erstmal auf dem Programm Matthias, der in Hastings die letzten paar Tage und vor allem das Essen bei einer Gastfamilie genossen hat einzusammeln und mit nach Wellington zu nehmen.

Eine Viertel Tankfüllung sollte genügen um die 130km durch die Urwald bedeckten Vulkanberge zwischen Taupo und Napier zu bewältigen, gäbe es denn noch eine Tankstelle auf der Hälfte der Strecke 😀

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Nach den ersten 30km fuhren wir wohlweislich an einem Hof mit Restaurant und Campingplatz ran in der Hoffnung etwas Benzin erstehen zu können. Der dreiste Opa verlangte glatte 55$ für 10 Liter. FÜR 10 LITER! Wir also: „was soll’s, wir werden schon irgendwie bis Napier kommen.“ Nach mehreren Etappen Berg rauf fahren und wieder runterrollen ereilte uns dann der schon lang gefürchtete Stillstand. Also erstmal den Daumen raus und hoffen das irgendjemand anhält und uns helfen kann 😀

Mit unserem Glück fand sich schnell ein Mädel, dass Fredo und mich mit einem 10l Kanister 30min bis zur nächsten Tanke mitnahm und sogar wieder zurückfuhr! Dieses Land ist einfach voller freundlicher Menschen 😀

Zu fünft mit Matthias und Gepäck mussten wir uns nur ganz kurz in ein Auto quetschen, denn Tim und Fredo hatten schon länger ein Auto in Napier im Auge, dass sie nun wirklich direkt gekauft haben, nachdem unser Techniker Kevin alles abgesegnet hatte.

 

 

Die nächste Nacht verbrachten wir zwar auf einem wunderschönen Campingplatz allerdings gestaltete sich diese für mich maximal ungemütlich. Gegen 12 Uhr Abends begann es zu stürmen wie ich es bisher nur selten in meinem Leben erlebt habe. Direkt in der Lichtung des Waldes am Fuße des Gebirges drehte sich der Wind und zerfetzte beinah mein Zelt. Ich habe nur jedes Mal von Innen die Zeltstäbe festgehalten damit mir das Zelt nicht davon fliegt 😀  Am Abend habe ich noch darüber nachgedacht gehabt mein Zelt mit den Abspannleinen zu sichern…

Nach einer extrem stürmischen Nacht mitten im Urwald auf einem kostenlosen Campingplatz, in der das Zelt von zwei Franzosen zusammenbrach, während meines standhielt 😀 führte uns unsere Reise weiter bis an den südlichsten Punkt der neuseeländischen Nordinsel, das Cape Palliser. Eine unglaubliche Szenerie von nahezu unberührter Küstenlandschaft mit Kolonien von neuseeländischen Seebären und einem Blick unendlicher Weite.

 

 

 

Die Robben ließen einen bis auf weniger Meter an sich heran, wodurch wir in aller Ruhe Fotos schießen konnten. Laut der ansässigen Maori treibt sogar ein Seebär sein Unwesen in der Umgebung. Wir haben ihn zwar gesucht doch konnten ihn leider nicht ausfindig machen. Hier noch ein paar Bilder:

 

 

 

 

Geschlafen wurde unmittelbar neben der Robbenkolonie und diesmal mit Abspannleinen gesichert, trotzte mein Zelt dem Wind, wie ein Fels in der Brandung 😀 Das mir fast das Zelt wegfliegt passiert mir nicht noch einmal 😀

 

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Sonnenuntergang am Cape Palliser, mit Blick auf die Berge der Südinsel

 

 

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