Arbeiten auf dem Kiwi Orchard – 10. Oktober bis 6. Dezember

Hey Leute, nachdem wir eine halbe Woche durch die Gegend gegurkt waren und uns durch alle nur erdenklichen Vineyards telefoniert haben hatte es dann doch endlich geklappt mit dem Job in der Bay of Islands.

 

 

Wir haben jetzt etwas mehr als 8 Wochen für einen bärtigen Inder mit Turban namens John auf den verschiedensten Kiwi Plantagen. John begrüßt uns stets mit „hello my friend, are you happy? Are you confident?“. Wer wird bei der Arbeit schon gefragt ob er glücklich ist? John beschäftigt neben unserer „gang“ noch 3 oder 4 weitere. Diese sogenannten „gangs“ setzt er auf seinem kleinen eigenen Orchard und auf den Plantagen der verschiedensten Kiwi Bauern ein. Wir arbeiteten auf den Feldern der Firma baygold und bearbeiteten nur die Pflanzen der goldenen Kiwis. Das gute daran ist, dass man bei den Golden Kiwis stets pro Stunde und nicht etwa nach Gewicht oder geschafften Reihen oder Menge der bearbeiteten Bäume bezahlt wird.

Wir hatten das Glück, dass unser Supervisor ziemlich entspannt war und wir die gesamte Zeit über laut Musik hören konnten und uns mit den anderen unterhalten durften. Unser Vorarbeiter mit Namen „T-J“ for short und „Taylor Forlong“  hat uns am Anfang nur kurz gezeigt wie alles geht und ansonsten kommt er nur ab und an vorbei um mit uns über Musik, Bier und Gott und die Welt zu reden. Das Wetter ist mittlerweile auch sehr angenehm. Zur Mittagszeit kann man ohne weiteres im T-shirt rumrennen und abends wird es halt ein wenig kälter. Da sich das „Ozonloch“ allerdings genau über Australien und Neuseeland befindet ist hier die UV Strahlung der Sonne unnatürlich hoch. Wenn man nicht aufpasst verbrennt man sich extrem schnell die Haut.

Unsere Aufgabe bestand im Großen und Ganzen nur darin die Anzahl der Blüten zu minimieren und Triebe die nach unten wachsen zu entfernen, da die Pflanzen nicht jedes Jahr so viele Früchte bilden können, wie sie Blüten besitzen. Abhängig davon wie alt die Pflanzen sind und wem der Orchard gehört variiert die Anzahl der Blüten und Blätter die wir entfernen mussten. Alles in Allem stink-langweilige, aber ebenso unglaublich einfache Arbeit für netto 15 Dollar die Stunde. Schon nach der ersten Woche die wir hier 6 Tage die Woche 10h am Tag arbeiten gingen uns so langsam die Musik und die Gesprächsthemen aus. 😀 Neben der quälenden Monotonie taten einem nach den ersten paar Tagen nur ein wenig der Nacken und die Schultern weh, da man immer die Arme nach oben halten muss. Ich kann mir aber schwer vorstellen, dass es entspanntere Mindestlohn Arbeit gibt 🙂 Irgendwie haben wir die rum gekriegt und ich muss sagen, es war eigentlich doch ziemlich lustig im Working Hostel und auf den Kiwi Feldern. Selbst auf den Plantagen konnte man sich stets mit anderen austauschen und andere Musik Geschmäcker kennenlernen xD

Den Job haben wir jedoch nicht etwa bei unserer Suche auf eigene Faust gefunden sondern über eine Anzeige bei backpackerboard.co.nz. 2 oder 3 Tage nachdem die Anzeige online war haben wir angerufen und die nette Tracey am anderen Ende des Telefons meinte, wenn wir noch heute vorbei kommen können wir morgen anfangen. Die Voraussetzung für den Job war halt, dass wir über 1,65 groß sind, ein Auto haben und für die Zeit in der wir arbeiten im Hostel der alten Tracey hausen müssen.

Das Schlitzohr knöpfte uns jede Woche 150 Dollar für das Hostel ab, Wlan gab es jede Woche 400MB, Waschmaschinen und Trockner kosteten jeweils 4 dollar, die Duschen sind annehmbar und die Küche gewöhnungsbedürftig. Eigentlich muss man sich, aber nicht beschweren. Wir haben eine PS3, Billiard und eine Tischtennisplatte und die Leute hier sind auch alle ganz entspannt 😉 Vom französischen Fleischer Jerome, der sich gerne mal einen Fasan tot fährt, um ihn sich zu braten, über auf einem Wok und einem Rechenschieber Musik machende Argentinier bis hin zu den zahlreichen anderen Deutschen die hier untergekommen sind. Ein eigenes Apartment für 400 bis 500 Dollar die Woche mit 5, 6 Leuten wäre zwar um die 30 bis 50 Dollar die Woche günstiger gewesen, aber für nur zwei Monate wäre etwas passendes nicht so einfach zu finden gewesen. Und nun hatten wir halt auch den Job den uns das Hostel vermittelt hat angenommen und derartig viele unterschiedliche Menschen hätte man auf diese Art und Weise auch .nicht kennengelernt

An unseren freien Tage haben wir meiner Meinung nach dennoch so einiges erlebt. 🙂 Vom Klippenspringen an den Kaiate Falls über einen Redwood Forest, das höchste Rafting der Welt am Kaituna River, mehreren Hot Water Rivers, den heißen Schlammpools und Geysiren in Rotorua, einer Stadt in welcher es durch die hohe thermale Aktivität permanent nach Schwefel riecht bis hin zu diversen lustigen Abenden im Hostel. 🙂

 

 

 

 

 

 

 

 

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